Part II Through Some Dark Years :-)
In den nachfolgenden Jahren machte sich dennoch gelegentlich eine Stimmung breit, die nicht immer von bester Laune geprägt war. Dieses vermutlich ansteckende, pupertäre Phänomen raubte einem teilweise sämtliche Sinne für Farben und Formen. Da man Menschen (zumindest einige davon) jedoch als Sinnsucher bezeichnet sei darin aber vielleicht eine Begründung gefunden. Es machte vieles einfach nicht den Sinn, den es eben machen sollte. Doch während man irgenwo zwischen religiöser Uneinigkeit und dem bitteren Ernst des Realismus – der Arbeit nämlich - herumtaumelte, öffneten sich auch Wege, um für passenden Ausgleich zu sorgen. Nach 6 Jahren Ausbildung am Konservatorium (einer kleinen Hölle auf Erden) und dem darauffolgenden Schwur, nie wieder ein Instrument anzufassen, schickte man sich nun an, selbigen zu brechen. Die neu gewonnene Freiheit, sich musikalisch in die eigene Richtung wenden zu können, war Nährboden für erste Versuche, der im Hirn verwachsenen schwermetallischen Musik zu huldigen.
Nach einigen kurzen und mehr als unreifen Versuchen, wenigstens 3 Instrumente in Gleichklang zu bringen, formte sich bald ein aus lauter Freunden und Bekannten bestehender Kreis. "Abiosis" war geboren. Eine Band, die düster klingen wollte, aber auch nicht zu düster, so dass einem womöglich eines Tages eine Schar Pandabären (in Insiderkreisen Schwarz-Metal-Fans mit lustig geschminkten Gesichtern ala Kiss) in Form von Groopies vor die Bühne fällt. Abiosis gelang es spielend, mit ihren munteren Melodien Freunde und Feinde auf sich aufmerksam zu machen. Die Verteilung der Instrumente schien zum Teil eher dem Zufall überlassen. Wir waren jung und brauchten das "Geld". Diese neue Form der gemeinsamen Unterhaltung ließ die jugendliche Schar zusammenwachsen. Alle waren Kumpels. Zumindest teilweise war diese Konstellation auch förderlich. Nach dem Hype als Lokalmatadore kam es zu einigen Konzerten, bei denen man sich sowohl wie ein Stück Dreck behandeln lassen musste, als auch zu solchen, die einem als einfach nur genial in Erinnerung blieben. So kam es beispielsweise vor, dass eine gewisse Dame mit ihrem vollkommen bühnen-untauglichen Reifrock backstage nicht mehr vorankam und einem tödliche Blicke zuwarf, als sie sich mit ihrer Robe in den Muttern des verkrampft festgehaltenen Drumsets einhakte, dass Fans von bösestem Toten-Metal lautstark dazu aufforderten, die Instrumente beiseite zu legen, zum eigentlichen Konzert-Highlight - ihrer Lieblingsband - dann aber selbst die Halle verließen; dass von einer ganz schlimm posenden, fränkischen Band die Anfrage kam, ob nicht das von unserer Seite gestellte Schlagzeug nach Konzertende komplett zertrümmert werden kann (selbstverständlich ohne angemessene Bezahlung) etc.. Doch auch viele schöne Momente gab es. Das Ernten von ehrlichem Beifall, Proben unter literweise Bier und Wein (meist besonders der Frau am Keyboard zum spieltechnischen Verhängnis geworden), Videodreh, CD-Produktion. Gerade letztere war ein absoluter Höhepunkt dieser Zeit. Selbst finsterste Grundstimmungen wurden hier in ihrem tiefsten Inneren erschüttert und avancierten zu tränenfließenden Lachorgien mit türkischem Kaffe und der fettigsten Pizza des Planeten. DANKE Frank Bucher! Nach der Produktion des Erstlingswerkes - wir schreiben bereits das Jahr 1996 - versuchten Abiosis 2 weitere Jahre zu leben, zu schreiben, Musik zu machen. Der Zeitgeist aber zerbrach das einst so beständige Gefüge. Jeder begann in eine andere Richtung zu sehen. Die Musik wuchs, scheiterte aber irgendwann an dem Punkt, an dem sich die Fähigkeiten nicht weiterentwickelten. 1998 platzte der Traum vom Weitermachen. Die musikalischen Wege trennten sich. Eine neue Ära sollte bald anbrechen.

Zunächst nicht auf dem Holzweg - Abiosis 1996

Als gutaussehender Basser musste man auch schon mal damit rechnen von dicken, volltrunkenen Frauen von der Bühne gerissen zu werden - Abiosis 1996

And Action - Abiosis 1996

Videodreh - Grenzerfahrungen mit Vollplayback - Abiosis 1996

Drums aus 100% Laminated Fiber! Das knallt aber ordentlich! - Abiosis 1996

Rock on Dude! - Abiosis 1996
...to be continued
Nach einigen kurzen und mehr als unreifen Versuchen, wenigstens 3 Instrumente in Gleichklang zu bringen, formte sich bald ein aus lauter Freunden und Bekannten bestehender Kreis. "Abiosis" war geboren. Eine Band, die düster klingen wollte, aber auch nicht zu düster, so dass einem womöglich eines Tages eine Schar Pandabären (in Insiderkreisen Schwarz-Metal-Fans mit lustig geschminkten Gesichtern ala Kiss) in Form von Groopies vor die Bühne fällt. Abiosis gelang es spielend, mit ihren munteren Melodien Freunde und Feinde auf sich aufmerksam zu machen. Die Verteilung der Instrumente schien zum Teil eher dem Zufall überlassen. Wir waren jung und brauchten das "Geld". Diese neue Form der gemeinsamen Unterhaltung ließ die jugendliche Schar zusammenwachsen. Alle waren Kumpels. Zumindest teilweise war diese Konstellation auch förderlich. Nach dem Hype als Lokalmatadore kam es zu einigen Konzerten, bei denen man sich sowohl wie ein Stück Dreck behandeln lassen musste, als auch zu solchen, die einem als einfach nur genial in Erinnerung blieben. So kam es beispielsweise vor, dass eine gewisse Dame mit ihrem vollkommen bühnen-untauglichen Reifrock backstage nicht mehr vorankam und einem tödliche Blicke zuwarf, als sie sich mit ihrer Robe in den Muttern des verkrampft festgehaltenen Drumsets einhakte, dass Fans von bösestem Toten-Metal lautstark dazu aufforderten, die Instrumente beiseite zu legen, zum eigentlichen Konzert-Highlight - ihrer Lieblingsband - dann aber selbst die Halle verließen; dass von einer ganz schlimm posenden, fränkischen Band die Anfrage kam, ob nicht das von unserer Seite gestellte Schlagzeug nach Konzertende komplett zertrümmert werden kann (selbstverständlich ohne angemessene Bezahlung) etc.. Doch auch viele schöne Momente gab es. Das Ernten von ehrlichem Beifall, Proben unter literweise Bier und Wein (meist besonders der Frau am Keyboard zum spieltechnischen Verhängnis geworden), Videodreh, CD-Produktion. Gerade letztere war ein absoluter Höhepunkt dieser Zeit. Selbst finsterste Grundstimmungen wurden hier in ihrem tiefsten Inneren erschüttert und avancierten zu tränenfließenden Lachorgien mit türkischem Kaffe und der fettigsten Pizza des Planeten. DANKE Frank Bucher! Nach der Produktion des Erstlingswerkes - wir schreiben bereits das Jahr 1996 - versuchten Abiosis 2 weitere Jahre zu leben, zu schreiben, Musik zu machen. Der Zeitgeist aber zerbrach das einst so beständige Gefüge. Jeder begann in eine andere Richtung zu sehen. Die Musik wuchs, scheiterte aber irgendwann an dem Punkt, an dem sich die Fähigkeiten nicht weiterentwickelten. 1998 platzte der Traum vom Weitermachen. Die musikalischen Wege trennten sich. Eine neue Ära sollte bald anbrechen.

Zunächst nicht auf dem Holzweg - Abiosis 1996

Als gutaussehender Basser musste man auch schon mal damit rechnen von dicken, volltrunkenen Frauen von der Bühne gerissen zu werden - Abiosis 1996

And Action - Abiosis 1996

Videodreh - Grenzerfahrungen mit Vollplayback - Abiosis 1996

Drums aus 100% Laminated Fiber! Das knallt aber ordentlich! - Abiosis 1996

Rock on Dude! - Abiosis 1996
...to be continued
theloudestyears - 20. Mär, 14:37

















